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Änderungen in der DIN VDE 0701:2000

Was hat sich geändert gegenüber der alten Norm?

Gegenüber der alten Norm (DIN VDE 0701-1 1993-05) hat sich folgendes geändert:

Um normgerecht Prüfungen nach DIN VDE 0701 durchzuführen, müssen alle verwendeten Prüfgeräte an die neue Norm DIN VDE 0701: 2000-09 angepasst werden.

Die Norm wurde redaktionell und technisch vollständig überarbeitet
Es wurden Prüfverfahren für Geräte aufgenommen, deren Isolationsvermögen nicht vollständig bewertet werden kann.
Die Grenzwerte für Schutzleiterwiderstand und Isolationsprüfungen wurden neu festgelegt.
Die Reihenfolge der Prüfungen wird zwingend vorgeschrieben und zwar:

  • Sichtprüfung
  • Schutzleiterwiderstand
  • Isoliervermögen
  • Schutzkleinspannung
  • Funktionstest
  • Prüfung der Aufschriften
  • Dokumentation

Die gerätespezifischen Ergänzungen, in den Teilen 10 bis 13 und 260 werden durch die gerätespezifischen Anhänge E bis H in Teil 1 integriert.
Um das Isoliervermögen der Geräte nachzuweisen wurde zusätzlich das Messen der Ableitströme mit Netzspannung gefordert. Dies ist eine Verschärfung gegenüber den bisherigen Festlegungen, mit denen der immer größer werdende Anteil von Geräten mit kapazitiver Beschaltung berücksichtigt wird. Die Werte für den Schutzleiterwiderstand wurden der DIN VDE 0702 angepaßt:

  • der Grenzwert beträgt 0,3 Ohm (bis 5m) zuzüglich 0,1 Ohm je weitere 7,5 m

Der Isolationswiderstand wurde für SK I neu auf 1 MOhm, für Geräte mit Heizelemente neu auf 0,3 MOhm festgelegt. Die Prüfung ist erforderlich bei allen Prüflingen, bei denen ohne Anlegen der Netzspannung alle beanspruchten Isolationen während der Prüfung erfaßt werden. (praktisch alle Prüflinge, ohne elektrisch betätigte, allpolige Relais). Der Grenzwert beträgt:

  • Prüfling SK I :1 MOhm
  • Prüfling SK I mit Heizelementen:0,3 MOhm
  • Prüfling SK II:2 MOhm
  • Prüfling SK III:0,25 MOhm
  • Prüfspannung (an 0,5 MOhm) 500V

Der Grenzwert für den Ersatz-Ableitstrom wurde an den Grenzwert für den Schutzleiterstrom angepaßt.

Schutzleiterstrom:

Die Prüfung ist notwendig bei allen Prüflingen der Schutzklasse I, bei denen der Isolationswiderstand nicht gemessen werden kann und alle berührbaren leitfähigen Teile mit dem Schutzleiter verbunden sind.
Werden ungepolte Netzstecker verwendet, muß die Prüfung in beiden Positionen des Netzsteckers erfolgen. Als Prüfung sind zulässig:

  • direkte Methode wenn der Prüfling isoliert aufgestellt ist.
  • Differenzstrommethode der Grenzwert beträgt bei Prüflingen mit Heizelementen und einer Anschlußleistung >3,5 KW 1 mA/ kW
  • bei allen anderen Prüflingen 3,5 mA

Berührungsstrom:

Die Prüfung ist notwendig bei allen Prüflingen bei denen der Isolationswiderstand nicht gemessen werden kann und berührbare leitfähigen Teile vorhanden sind, die nicht mit dem Schutzleiter verbunden sind. Werden ungepolte Netzstecker verwendet, muß die Prüfung in beiden Positionen des Netzsteckers erfolgen. Als Prüfung sind zulässig:

  • direkte Methode, wenn der Prüfling isoliert aufgestellt ist.
  • Differenzstrommethode der Grenzwert beträgt 0,5 mA

Ersatzableitstrom:

Die Prüfung muß nach der bestandenen Isolationsprüfung durchgeführt werden. Der Messwert muß so korrigiert werden, das er einem Messwert bei Netznennspannung entspricht. Der Grenzwert beträgt:

  • bei SK I Geräten deren berührbaren leitfähigen Teile alle mit dem Schutzleiter verbunden sind 3,5 mA
  • bei Geräten mit berührbaren leitfähigen Teilen, die nicht mit dem Schutzleiter verbunden sind 0,5 mA

Insbesonders die Prüfungen nach Teil 260 sind nicht mehr erforderlich. Wenn die Prüfung dennoch durchgeführt wird, muß die Hochspannungsprüfung mit einer sinusförmigen Prüfspannung erfolgen. Die Prüfung kann alternativ zur Ersatzableitstrommessung durchgeführt werden.